Schärfentiefe

d-imago am 13. April 2010

Die Blende ist eine mechanische Vorrichtung innerhalb des Objektivs um die Lichtstärke die auf den Sensor trifft zu steuern. Die in Wechselobjektiven eingebaute Blendenvorrichtung hat gewissermaßen große Ähnlichkeit mit der Iris des menschlichen Auges. Daher stammt auch der Begriff “Irisblende”.
Bei der Blende handelt es sich um durch ganz dünne, durch einzelne Lamellen stufenlos verstellbare kreisförmige Öffnung im Objektiv mit der die sogenannte Blendenöffnung eingestellt wird. Anhand der maximal möglichen Blendenöffnung wird die Lichtstärke eines Objektivs definiert. Bei der Blendenzahl wiederum handelt es sich um eine Verhältniszahl die unabhängig von der Brennweite die relative Öffnung eines Objektivs beschreibt. Festgelegt werden die Blendenöffnungen über die internationale Blendenreihe. Dieser von der Brennweite unabhängige Blendenwert gilt außnahmslos bei jedem Objektiv.

Zur Veranschlaulichung hier mal etwas konkreter: Wechselt man von einer Blendenstufe in die nächsthöhere, wird die Fläche der kreisrunden Blendenöffnung exakt um die Hälfte verkleinert. Damit wäre der Flächeninhalt bei Blende 4 nur noch halb so groß wie bei Blende 2,8. Die Veränderung der Blende um einen vollen Wert hat eine Verdopplung bzw. Halbierung des Belichtungswertes zur Folge. Aktuelle Spiegelreflexkameras wie auch meine EOS500D steuern die Blendenöffnung jedoch nicht nur in vollen Stufen. Ich hab z.B. die Möglichkeit wahlweise mit halben oder 1/3 Blendenstufen zu arbeiten und so den Lichteinfall durchs Objektiv noch etwas feiner regulieren.

WeiterlesenDie Blende

d-imago am 11. April 2010

Die Canon EOS 500D verfügt wie viele Kameras die ich bisher in Händen gehalten habe über ein Automatikprogramm für Landschaftsaufnahmen. Hauptmerkmal daran ist eine Ausrichtung auf möglichst große Schärfentiefe sowie das Abschalten des internen Blitzes – wichtig für Langzeitbelichtungen wie sie bei Aufnahmen während der Dämmerung vorgenommen werden. Wer jedoch nicht auf einen Blitz verzichten möchte und auch die Blende manuell einstellen will sollte dann doch besser zur Zeitautomatik (Av) wechseln.

Die klassische Bildaufteilung einer Landschaftsaufnahme ist ein markanter Vordergrund, weiträumiger Hintergrund und ein scharfer Hintergrund. Die Horizontlinie verläuft am Anfang des oberen Bilddrittels. Der Himmel hat eine gut durchgezeichnete Wolkenstruktur.

Bei dieser Gelegenheit habe ich noch ein paar (hoffentlich) nützliche Tipps für gute Landschaftsaufnahmen:
Zur Landschaftsfotografie gehören aber nicht nur weiträumige Übersichten mit dem Weitwinkel. Kleine Ausschnitte, Details, eingefangen mit einer langen Brennweite ergeben sehr oft interessante Bilder mit entsprechend großer Aussagekraft.

WeiterlesenLandschaftsfotografie

d-imago am 11. April 2010

Um ein Denkmal richtig in Szene zu setzen braucht man auch einen möglichst ruhigen, unauffälligen Hintergrund. Der kann aber nicht immer und überall realisiert werden. Als gute bzw. brauchbare Alternative bietet sich an, perspektivische Verzeichnungen zu ignorieren und den stolzen Neptun steil von unten gegen den Himmel abzulichten. Eine andere Möglichkeit wäre, mit offener Blende und entsprechend geringer Schärfentiefe das Denkmal quasi vor einen unscharfen Hintergrund zu stellen. Mit einem Weitwinkel wird das wohl ein recht schwieriges Unterfangen aber mit ner langen Brennweite sollte es klappen

WeiterlesenDenkmäler fotografieren

d-imago am 31. März 2010

Wer sich mit der Theorie des Fotografierens beschäftigt liest ab und an den Satz “mit dieser Einstellung wird der Vordergrund und Hintergrund automatisch scharf gestellt”. Diese Aussage ist so nicht ganz korrekt. Diese Einstellung schließt einen rechnerischen Kompromiss zwischen dem gewünschten Schärfentiefebereich und dem fototechnisch-optisch Machbaren. A-DEP nutzt die gegebenen Schärfentiefe-Möglichkeiten optimal aus. Hierzu relevante Variablen sind der Aufnahmeabstand, die Brennweite sowie die Blendenöffnung

WeiterlesenA-DEP – Die Schärfentiefenautomatik

d-imago am 27. März 2010

Av ist die Abkürzung für Aperture value priority, allgemein bekannt unter dem Begriff Blendenvorwahl. Übrigends findet man diesen Begriff kaum in der Dokumentation zu seiner Canon Kamera (wie Ihr ja sicher wisst, habe ich ja eine) – die dortige Übersetzung lautet “Verschlusszeitautomatik”.

Viele Fotografen verlassen sich auf die Einstellung mit der Blendenvorwahl weil sich mit der festen Blendenvoreinstellung lediglich die Belichtungszeit ändert. Die Schärfentiefe selbst, die ja von der eigentlichen Blendenöffnung bestimmt wird, bleibt an sich konstant.

Stellt der Fotograf auf eine offene Blende (kleine Blendenzahl) hat er die Sicherheit, dass seine Kamera in diesem Programm die kürzest mögliche Belichtungszeit wählen wird. So reduziert sich die Gefahr von verwackelten Bildern. Auch sieht er das Bild mit der identischen Schärfentiefe im Sucher wie später auf dem Foto.

Kombiniert mit der ISO-Automatik erhält man somit einen enorm großen Bereich für die Zeitautomatik, wenn man bedenkt, dass der automatisch gesteuerte Zeitenbereich bei meiner EOS 500D von 1/4000 Sekunde bis 30 Sekunden reicht.

WeiterlesenAv – Die Blendenvorwahl