Objektiv

d-imago am 20. August 2010

Ergänzend zu meinem letzten Artikel über das Fotografieren am Wasser, bietet sich so ein Artikel über Wassersport förmlich an.

Wie bei fast allen anderen Sportarten auch, benötigt man als Fotograf zunächst eine möglichst lange Brennweite. So weit so gut, schließlich kann man Wassersport-Events gewöhnlich auch nur vom Ufer aus beobachten und viele Bilder entfalten ihre Besondere Wirkung erst in Großaufnahme. Weil auch Wassersportaufnahmen von der Dynamik schneller Bewegungen leben, störende Hintergründe dabei möglichst in Unschärfe versinken sollen, sind die Blendenvorwahl bei Zeitautomatik und ein möglichst lichtstarkes Objektiv die idealen Voraussetzungen.

Wem es im wesentlichen mehr auf eine informative Sportfotografie und weniger auf eine effektvolle Gestaltung ankommt, ist gut damit beraten, auf allzu strenges Seitenlicht und natürlich auch auf Gegenlicht zu verzichten. Auch werden stärkere Reflektionen des Sonnenlichts auf der Wasseroberfläche die Belichtung in Richtung Unterbelichtung verfälschen.

WeiterlesenSportfotografie

d-imago am 21. Juli 2010

Dieser Artikel richtet sich an diejenigen, welche gerade frisch in die digitale Spiegelreflex-Fotografie einsteigen. An sich sind Neueinsteiger gut beraten, wenn sie sich zunächst ein Kit aus Body und dazu passendem Objektiv kaufen. Der Mehrpreis kann meist eher vernachlässigt werden und man kann direkt loslegen und die ersten Gehversuche mit der neuen Kamera unternehmen. Doch irgendwann kommen die meisten Amateure ins Grübeln: Das Kit-Objektiv reicht nicht mehr aus, um den inzwischen gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden. Zu wenig Tele, zu lichtschwach, nicht scharf genug oder der Focus ist zu langsam und so weiter… Das Problem lässt sich durch den Kauf eines neuen Objektives scheinbar relativ einfach lösen. Nur welche Optik aus der schier unüberschaubaren Angebotsvielfalt ist für mich nun die richtige?

Während sich die Frage nach der richtigen Brennweite recht einfach anhand der hauptsächlich fotografierten Motive klären lässt, sieht es bei der Preisspanne schon ganz anders aus: Reicht ein günstiges Objektiv, sollte man doch etwas mehr ausgeben oder muss es doch die gewöhnlich sehr teuere Spitzenklasse sein? Eine universelle und allgemeingültige Antwort darauf gibt es schlichtweg nicht, denn die persönlichen Ansprüche sind ebenso unterschiedlich wie die vorhandenen Budgets.

WeiterlesenKleiner Objektivguide

d-imago am 15. Juli 2010

Wenn man sich bei diesem Thema nicht nur mit gelegentlichen Aufnahmen der lieben Entlein auf dem See zufrieden gibt, betritt man sehr bald ein besonders spannendes Gebiet der Tierfotografie. Hierbei kann die Brennweite einfach nicht lang genug sein, um die kleinen Modelle auch über weite Entfernungen formatfüllend aufnehmen zu können, was wiederum ein sehr stabiles Stativ mit möglichst leichtgängigem Kugelkopf zur Bedingung macht. Vögel zu fotografieren erfordert sehr viel Geduld und Detailwissen über ihre Verhaltensweisen. Wo sind die Reviere, die Stamm- und Nistplätze, das heißt Jungvögel im Nest sollte man besser in Ruhe lassen und auch mal auf ein spannendes Motiv verzichten. Viele Vögel reagieren äußerst sensibel auf Störungen. Im schlimmsten Fall geben sie sogar ihr Gelege auf. Hat man jedoch aus für die Vögel sicherer Entfernung freien Blick auf das Nest oder das Einflugsloch, wird selbst ein eher strengerer Vogelschützer keine Einwände haben.

WeiterlesenVogelaufnahmen

d-imago am 20. Mai 2010

Aufnahmen bei Gegenlicht und die damit verbundenen hohen Kontraste machen eine exakte Messung der Belichtung so ganz besonders schwer. Der automatisch ermittelte Messwert bei allen Messmethoden abgesehen von der Spotmessung erfordert eine manuelle Korrektur um etwa ein bis zwei Belichtungsstufen wenn man einen leuchtenden Rand um das meist dunkel wirkende Hauptmotiv vermeiden möchte.

WeiterlesenGegenlichtaufnahmen

d-imago am 17. April 2010

Kurz zusammengefasst versteht man darunter jene Aufnahmetechniken die von der klassischen Fotografie mit einer möglichst realistischen Darstellung abweichen. Streng genau genommen zählen bereits monochrome Aufnahmen, Unschärfen bei Langzeitbelichtungen, die allgemeine Bewegungsunschärfe oder gar das Experimentieren mit farbigem Licht dazu.

WeiterlesenExperimentelle Fotografie

d-imago am 13. April 2010

Die Blende ist eine mechanische Vorrichtung innerhalb des Objektivs um die Lichtstärke die auf den Sensor trifft zu steuern. Die in Wechselobjektiven eingebaute Blendenvorrichtung hat gewissermaßen große Ähnlichkeit mit der Iris des menschlichen Auges. Daher stammt auch der Begriff “Irisblende”.
Bei der Blende handelt es sich um durch ganz dünne, durch einzelne Lamellen stufenlos verstellbare kreisförmige Öffnung im Objektiv mit der die sogenannte Blendenöffnung eingestellt wird. Anhand der maximal möglichen Blendenöffnung wird die Lichtstärke eines Objektivs definiert. Bei der Blendenzahl wiederum handelt es sich um eine Verhältniszahl die unabhängig von der Brennweite die relative Öffnung eines Objektivs beschreibt. Festgelegt werden die Blendenöffnungen über die internationale Blendenreihe. Dieser von der Brennweite unabhängige Blendenwert gilt außnahmslos bei jedem Objektiv.

Zur Veranschlaulichung hier mal etwas konkreter: Wechselt man von einer Blendenstufe in die nächsthöhere, wird die Fläche der kreisrunden Blendenöffnung exakt um die Hälfte verkleinert. Damit wäre der Flächeninhalt bei Blende 4 nur noch halb so groß wie bei Blende 2,8. Die Veränderung der Blende um einen vollen Wert hat eine Verdopplung bzw. Halbierung des Belichtungswertes zur Folge. Aktuelle Spiegelreflexkameras wie auch meine EOS500D steuern die Blendenöffnung jedoch nicht nur in vollen Stufen. Ich hab z.B. die Möglichkeit wahlweise mit halben oder 1/3 Blendenstufen zu arbeiten und so den Lichteinfall durchs Objektiv noch etwas feiner regulieren.

WeiterlesenDie Blende

d-imago am 10. April 2010

Im Gegensatz zur Vollautomatik, bei der es nur möglich ist, Bildgröße und Betriebsart zu steuern, bietet die Kreativ-Automatik der Canon EOS 500D noch einige zusätzliche Einstellmöglichkeiten. Sie ist quasi selbsterklärend und gerade für Leute die zum ersten Mal eine Spiegelreflexkamera in den Händen halten durchaus hilfreich.

Die Funktion “Hintergrund: Unscharf <-> Scharf” verändert die Blendenpriorität von offener Blende mit geringer Schärfentiefe bis zur geschlossenen Blende für höhere Schärfentiefe.

Die Funktion “Belichtung: Dunkler <-> Heller” bitete die Möglichkeit eine Belichtungskorrektur um +/- 1 Belichtungsstufe in 0,5er Schritten vorzunehmen.

WeiterlesenDie Kreativ-Automatik (CA)

d-imago am 8. April 2010

Auch als Cropfaktor bekannt. Zumindest stolpert man ab und an mal über den Begriff während der Suche nach einem neuen Objektiv. Relevant ist er lediglich für Leute, welche sich ein Wechselobjektiv zulegen das für´s Kleinbildformat gedacht ist, aber an einer APS-C Kamera montiert werden soll. Meine EOS 500D ist z.B. solch eine Kamera. Zur besseren Übersicht der gängigen Sensorgrößen:

WeiterlesenBrennweitenfaktor

d-imago am 31. März 2010

Wer sich mit der Theorie des Fotografierens beschäftigt liest ab und an den Satz “mit dieser Einstellung wird der Vordergrund und Hintergrund automatisch scharf gestellt”. Diese Aussage ist so nicht ganz korrekt. Diese Einstellung schließt einen rechnerischen Kompromiss zwischen dem gewünschten Schärfentiefebereich und dem fototechnisch-optisch Machbaren. A-DEP nutzt die gegebenen Schärfentiefe-Möglichkeiten optimal aus. Hierzu relevante Variablen sind der Aufnahmeabstand, die Brennweite sowie die Blendenöffnung

WeiterlesenA-DEP – Die Schärfentiefenautomatik

d-imago am 19. März 2010

Aufnahmefilter sind nicht nur dazu da, das Objektiv vor Staub und Schmutz zu schützen ;-)

Auch wenn Konversionsfilter zum Angleichen von Farbtemperaturen an das Aufnahmematerial gottseidank der Vergangenheit angehören, sind Aufnahmefilter auch in der digitalen Fotografie nicht gänzlich überflüssig. Der einstellbare bzw. auch der automatische Weißabgleich ist eine der ganz großen Errungenschaft im Bereich der digitalen Fotografie! Zu den heutzutage gebräuchlichen und auch wirklich sinnvollen Filtern zählen der Neutralgraufilter und der Polarisationsfilter. Was die Notwendigkeit von UV- und Skylight-Filter anbelangt, hier gehen die Meinungen sehr auseinander. Mein UV-Filter dient zugegebenermaßen in erster Linie dazu, mein Objektiv vor Staub zu schützen. Zu erwähnen wären da noch graue und farbige Verlaufsfilter um Bildverfremdungen vorzunehmen – aber in Zeiten von Photoshop sind die eher überflüssig. Willkommen im digitalen Zeitalter!

WeiterlesenAufnahmefilter