Landschaftsfotografie

d-imago am 14. Oktober 2010

Vergangenen Sonntag war ich mal wieder zu Besuch bei meinen Eltern und der goldene Oktober hatte sich von seiner schönsten Seite gezeigt. Das Laub hat sich größtenteils bereits gefärbt und wurde sehr effektvoll von der Sonne angeleuchtet. Das hat mich dazu animiert, eine kleine Tour mit meiner Kamera zu unternehmen, bevor´s wieder nach Hause in die Stadt geht. Also Kamera geschnappt und los geht´s.

Algersdorf ist ein kleiner Ort im Grünen (wenn man so will), zur Gemeinde Kirchensittenbach gehörend und liegt unterhalb von Hohenstein – die Burg Hohenstein befindet sich ja unter anderem auch in der Galerie. Der Ort liegt richtig idyllisch gelegen mitten im Sittenbachtal – genau richtig zum Entspannen. Die Region ist bei Wanderern und Mountainbikern sehr beliebt. Algersdorf selbst ist ein kleiner, ruhiger Ort mit alten Bauernhäusern und viel Natur.

WeiterlesenFototour rund um Algersdorf

d-imago am 22. September 2010

Wie ich es bereits in einigen Artikeln schon kurz angedeutet habe, ist die Perspektive abhängig vom Standort des Fotografen zum Motiv. Setzt man vom gleichen Standort unterschiedliche Brennweiten ein, verändert das den Bildwinkel. Das heißt, es ändert sich lediglich der Bildausschnitt. Aber aus dem Zusammenspiel von unterschiedlichen Brennweiten und der Änderung des Aufnahmestandorts ergibt sich ein enormer kreativer Gestaltungsfreiraum – den sollte man auch möglichst gut nutzen.

Die Vielfalt der Perspektive, des perspektivischen Sehens, drückt sich auch in den zahlreichen Unterbegriffen dazu aus. Ich meine hier Normal-, Weitwinkel- und Teleperspektive. Bezogen auf die unterschiedliche Wirkung von Brennweiten oder oder auf Augen-, Frosch-, Vogel- oder Zentralperspektive wenn es sich um die Positionierung der Kamera handelt.

Augenperspektive

Wie es die Überschrift schon andeutet, fotografiert man hier auf Augenhöhe oder technisch ausgedrückt mit vertikal ausgerichteter Kamera. Diese Kamerahaltung vermeidet stürzende Linien, vermeidet aber außerdem auch verzerrende Proportionen bei Portrait-, Kinder- und Tieraufnahmen. Gerade bei aufnahmen von Kindern fällt recht häufig auf, dass die kleinen von oben herab und nicht auf Augenhöhe aufgenommen wurden. Das Ergebnis (oder die Folge) sind große Köpfe mit kleinen Körpern. Besonders extrem wirkt sich dieser Effekt in Weitwinkelstellung aus. In der Praxis lässt sich das Problem auf zwei Arten beheben: Entweder der Fotograf muss mit seiner Kamera nach unten oder das Modell eben nach oben.

WeiterlesenAuf die Perspektive kommt es an

d-imago am 8. August 2010

Und schon wieder geht eine Woche zu Ende – es ist mal wieder Sonntag und heute ist leider schon der letzte Artikel aus meiner Serie “Landschaftsfotografie” an der Reihe. In den bisherigen Artikeln ging es um Grundsätzliche Aspekte der Landschaftsfotografie im ersten Teil. Im zweiten Teil schrieb ich davon, dass schlechtes Wetter nicht zwangläufig zu schlechten Bildern führen muss und was die gewissen Reize sind, welche eine Umgebung nach dem Regenschauer so ausmachen. Der dritte Teil handelt vom “Spielen mit unterschiedlichen Perspektiven” und wie man durch eher ungewöhnliche Standorte eine Aufnahme durchaus interessant gestalten kann. Letzten Sonntag hatte ich mich dem Medium Wasser gewidmet und hoffentlich einige Anreize geben können, wie man es fotografisch gut festhalten kann. Heute dreht sich alles um das Festhalten von schönen fast sogar magischen Momenten, nämlich der
Dämmerung

Eigentlich fast schon egal ob morgens oder abends, wenn die Sonne wenn überhaupt nur knapp über dem Horizont steht und mit ihrem sehr warmen Licht die Landschaft in atemberaubenden Farben erscheinen lässt, dann spreche ich schon manchmal von magischen Momenten. Gerade wenn der Romantiker in mir mal wieder durchscheint ;-) Wie dem auch sei, derartige Bilder gelingen nicht immer und schon gar nicht auf Anhieb. Etwas Disziplin, gerade für Morgenmuffel wie mich gehört auf jedenfall auch mit dazu denn nie war das Sprichwort “Morgenstund hat Gold im Mund” treffender. Wer auf schöne und spektakuläre Bilder aus ist, wird jedenfalls nicht darum herum kommen, das eine oder andere Mal früh loszuziehen. Da heißt es Wecker stellen und auf einen langen Tag vorbereiten.

WeiterlesenPraxis-Serie Landschaftsfotografie V

d-imago am 1. August 2010

Dies heute ist mittlerweile der vierte Teil meiner Artikelserie zum Thema Landschaftsfotografie. In den ersten Teilen habe ich bereits davon geschrieben, was den Reiz ausmacht, in Teil 2 habe ich Euch veranschaulicht, dass Sonnenschein nicht zwangläufig benötigt wird und letzte Woche in Teil 3 ging es um die verschiedenen Perspektiven und welche Auswirkungen sie auf das Motiv letztlich haben. Das Thema des Heutigen Kapitels lautet:
Faszinierende Wasserläufe

Der alte, klassische Trick, bewegtes Wasser welches munter in Form eines kleinen Baches über die Steine hinabfließt fotografisch einzufrieren, ist schnell erlernt. Von den notwendigen Einstellungen wären Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert schon mal die richtige Wahl. Nunja die Belichtungszeit ist dabei auch der ausschlaggebende Parameter. Hexerei gehört schon mal nicht mit dazu. Aber es besteht durchaus die Notwendigkeit, verschiedene Filter einzusetzen um begeisternde Resultate zu erziehlen.
Wasser in Bewegung

Ohne Stativ kommt man sicher nicht besonders weit. Damit das Fließen des Wassers entsprechend samtig und weich erscheint, bedarf es einer langen Belichtungszeit ab einer Sekunde und gegebenenfalls länger. Um ein besonders gutes Resultat zu erziehlen, wird es gerade an sonnigen Tagen meist nicht ausreichend sein, einfach nur die Blende so weit wie möglich zu schließen. Hier ist es definitiv besser, auf einen Neutraldichte-Filter, auch Grauflilter genannt, zurückzugreifen. Dieser kann einige Blenden schlucken, ohne dabei die Farben zu verändern. Solch ein Filter mit einer Neutraldichte von 0,3 schluckt eine Blende, was wiederum eine doppelt so lange Belichtungszeit zulässt. Da das aber wiederum gewöhnlich in der Praxis zu wenig ist, sollte man doch besser zu einem Filter mit einer Neutraldichte von 0,9 greifen, was dann drei Blendenstufen entspricht. Es lassen sich aber im Bedarfsfall auch mehrere Filter miteinander kombinieren.

WeiterlesenPraxis-Serie Landschaftsfotografie IV

fotograf am 25. Juli 2010

Und wieder ist eine Woche Vorüber. Bitte entschuldigt den diesmal etwas späten Beitrag, aber das schöne Wetter musste ich einfach noch ausnutzen. In meinem letzten Artikel habe ich mich schwerpunktmäßig mit schlechtem Wetter beschäftigt und welches Potential es doch bieten kann – seien es Naturgewalten, aufziehender Nebel oder einfach die nasse Umgebung nach einem Regenschauer. Aber bevor ich nun abschweife, zurück zum Heutigen Thema.
Spannende Perspektiven

Sehr häufig wirkt ein Bild gerade erst dann spannend, wenn es eine nicht ganz alltägliche Betrachtungsweise wiederspiegelt. An sich sind Aufnahmen die aus einem Blickwinkel gemacht wurden, der dem unseres Auges entspricht ja ganz hübsch anzusehen. Nur vermitteln sie kaum Spannung. Ein Wow!-Effekt stellt sich meist erst dann ein, wenn das Auge des Betrachters auf etwas trifft, was es nicht jeden Tag zu sehen bekommt.
Spiel mit der Perspektive

Der Wald, in einer heutzutage eher monokulturellen Ausprägung wird vom Betrachter an sich lediglich als eine Anhäufung von sich gleichenden Bäumen wahrgenommen. Und oft tut man auch gut daran, den Waldboden aus dem Spiel zu lassen. Kommt es doch sehr häufig vor, dass nicht tiefgrün schimmerndes Moos das Motiv aufwertet, sondern ein Gewirr aus dürren toten Ästen, welches dann schlimmstenfalls auch noch von den Bäumen ablenkt. Besser ist es da, den Blick entlang der Baumstämme richtung Krone zu führen. Dies verleiht der Aufnahme eine ungewöhnliche Perspektive und vermittelt zusätzlich noch die entsprechende Größe der Bäume. Ich möchte jetzt aber nicht behaupten, dass es ein Fehler wäre, den Waldboden nicht mit ins Bild aufzunehmen. Nur sollte man dann darauf achten, dass er nicht allzu störend oder zu trist empfunden werden könnte.

WeiterlesenPraxis-Serie Landschaftsfotografie III

d-imago am 18. Juli 2010

Dies ist nun die erste Fortsetzung meiner Praxis-Serie über Landschaftsfotografie. Im letzten Artikel habe ich Euch die Grundzüge aufgezeigt, auf die es bei Landschaftsaufnahmen ankommt und wie elementar der Einfluss des unterschiedlichen Tageslichts auf das Gesamtergebnis ist.
Schlechte Wetterverhältnisse

Landschaftsfotografen sind wie Jogger – bei schönem Wetter sind die meisten unterwegs. Aber wie sieht es wohl aus, wenn es gerade regnet, Gewitter ganz bedrohlich heranziehen oder Nebel die Landschaft einhüllt? Erfahrungsgemäß wagt sich hier nur eine kleine Minderheit vor die Tür (schließlich gehörte ich auch lange Zeit zu den Schönwetterknipsern). Eigentlich sehr schade weil auch solche Wetterlagen für ambitionierte Fotografen einige überwältigende Motive zu bieten haben. Man muss lediglich den inneren Schweinehund einmal überwunden haben.
Nach dem Regen

Schlechtes Wetter ist noch lange kein Grund, die Kamera ausgeschaltet zu lassen. Direkt nach einem Regenschauer besteht mitunter die beste Möglichkeit, Blätter und Bäume richtig gut in Szene zu setzen. Da es meist immer noch wolkig und somit auch etwas dunkler ist, wirkt das Grün wesentlich gesättigter und die Regentropfen auf den Pflanzen vermitteln Frische und Leben. Dazu empfiehlt es sich, wie auch schon von Makroaufnahmen gewohnt, nah an ein Objekt heranzugehen beziehungsweise zu zoomen. Gerade ganz besonders sommerliche Regengüsse zeigen oft ein Phänomen von besonderem fotografischen Reiz: einen Regenbogen.

WeiterlesenPraxis-Serie Landschaftsfotografie II

d-imago am 11. Juli 2010

Faszination Landschaftsfotografie
Eine wunderschöne Landschaft ergibt noch lange kein großartiges Foto! Überlässt man alles nur dem Zufall, sind Enttäuschungen quasi vorprogrammiert. Dies ist der Start einer neuen, regelmäßig erscheinenden Artikelserie mit vielen Tipps und Inspiration um den eigenen Aufnahmen mehr Brillianz und Aussagekraft zu verleihen.

Wenn man selbstkritisch und ehrlich an die Fotografie herangeht, muss man sich doch schon sehr früh eingestehen, dass zumindest meistens die fotografierten Landschaften in Wirklichkeit viel brillianter aussieht als auf den eigenen selbst geschossenen Fotos. Höchstwahrscheinlich zeigt der Blick auf das Helligkeits-Histogramm zu allem Überfluss, dass auch keine Fehlbelichtung vorliegt. Logisch-konsequente Frage auf diese Tatsache: Was unterscheidet denn eine gewöhnliche Aufnahme von der WOW!-Aufnahme, die jeden in Erstaunen versetzt? Die Witterung, die Jahreszeit, die Lichtverhältnisse oder die Landschaft selbst – all das sind eben relevante Faktoren für das Gelingen vor herausragenden Landschaftsaufnahmen. Hat das zu Bedeuten, dass nur an großartigen Orten und zu ganz bestimmten Zeiten tolle Bilder entstehen?

Ganz so kompliziert ist es zum Glück dann doch nicht. Die richtige Aufnahmetechnik und dazu die eine und/oder die andere Regel im Hinterkopf, dazu noch eine Hand voll Filter im Gepäck und auf jedenfall ein Stativ (nur nicht vergessen) schaffen eine gute Grundlage für wunderschöne Bilder von Stränden, Gebirgsformationen, Sonnenuntergängen, Obstgärten und so weiter.

WeiterlesenPraxis-Serie Landschaftsfotografie