Fotopraxis

d-imago am 16. April 2011

Wie der Titel bereits vermuten lässt, beschäftige ich mich im heutigen Artikel mit der fotografischen Abblildung von Architektur. Es gibt sogar einige Fotografen, welche sich auf dieses Themengebiet kommerziell festgelegt haben. Deren Arbeiten umfassen jedoch wesentlich mehr als das simple Fotografieren von hübschen Häusern und Fabriken am Wegesrand. So lange sich ein größeres Bauvorhaben noch in der Planungsphase befindet besteht die Hauptaufgabe darin, Fotografien von Modellen anzufertigen um das Bauvorhaben darzustellen. Während der Bauzeit wird der Entstehungsprozess des Bauwerkes auf der Baustelle dokumentiert. Nach Fertigstellung wird das Gebäude zu guter letzt in seinem aktuellen Zustand fotografisch dokumentiert. Um es kurz auf dem Punkt zu bringen, Architekturfotografie im eigentlichen Sinne ein Teil der Dokumentarfotografie und ist sehr an die Genres Sachfotografie, Industriefotografie und Landschaftsfotografie angelehnt.
Herangehensweise

Wie eben auch bei den meisten anderen Aufnahmebereichen stellt sich auch bei der Architekturfotografie zuallererst die Frage nach dem späteren Verwendungszweck der Aufnahmen. Allein schon ein Architekt würde das Gebäude anders aufnehmen als ein Baustatiker beziehungsweise Bausachverständiger. Mal ganz davon abgesehen wie es ein reisender oder Amateurfotograf betrachtet.

WeiterlesenArchitekturfotografie

d-imago am 1. Januar 2011

Ein frohes neues Jahr 2011 wünsche ich Euch allen. Mögen all Eure Wünsche und Ziele in Erfüllung gehen! Ich hoffe, ihr habt alle den Jahreswechsel gut und ausgelassen überstanden.

Dies ist doch auch mal eine Gelegenheit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und auch schon mal auf das Neue einzugehen. Mein Blog existiert nun immerhin seit März 2010 – ist also doch noch nicht all zu alt. Jedoch kommt es mir nicht auch die Masse an. Mein Dank geht an die 3585 Besucher, welche sich insgesamt 8484 mal in mein Blog verirrt haben. Das ist doch schon mal was. Vielen Dank dafür! Bisher habe ich 68 Artikel veröffentlicht – zugegeben eine überschaubare Anzahl. Die beliebtesten Artikel im vergangenen Jahr waren:

1. A-DEP – Die Schärfentiefenautomatik
Mit der Einstellung A-DEP nutzt man die gegebenen Schärfentiefe-Möglichkeiten bestmöglich aus
2. Schnelles Begradigen von schiefen Bildern
Der einfache Weg, schief geratene Aufnahmen wieder gerade zu rücken
3. Photoshop-Ebenen als Dateien exportieren
So bekommt man alle Ebenen eines Bildes in separate Dateien

Im Jahr 2011 möchte ich mehr auf das doch etwas vernachlässigte Thema Photoshop eingehen und mehr Anleitungen sowie kurze Tipps und Tricks hierzu verfassen. 2011 will auch auch mehr Fototouren unternehmen und die Resultate in meiner Bildergalerie Bereitstellen. Natürlich werden auch noch weitere Artikel über die Grundlagen der Fotografie kommen – jedoch wird sich vermutlich der Anteil etwas verringern.

WeiterlesenFrohes Neues Jahr 2011

d-imago am 28. September 2010

Hierbei sind sicherlich nicht nur die berühmten Formel 1 Rennen gemeint, die man sich als Zuschauer nur von der Trübüne aus mit extrem langen Brennweiten einigermaßen dynamisch und die Rennboliden formatfüllend fotografieren kann. Es sind vielmehr die vielen kleineren lokalen Veranstaltungen, die man hautnah miterleben kann und die dementsprechend fotografisch sehr ergiebig sind.

Will man fahrende Fahrzeuge einfangen, eigenen sich Kurven als Standorte besonders günstig. Die Autos sind hier meist langsamer und der Blick auf das Fahrzeug ändert sich in kurzer Zeit von der Frontal- über die Seiten- zur Rückansicht. Man muss als Fotograf nicht nur richtig schnell sein und die Kamera richtig vorbereiten. Die Brennweite hängt vom Standort ab, ein Telezoom mit längeren Brennweiten ist hier meist von Vorteil und Objektiven mit Bildstabilisator sollte man unbedingt vorziehen.

Die Belichtungseinstellungen kann man getrost der Kamera überlassen. Wenn man selbst noch nicht so versiert ist könnte man auch auf das Sportprogramm zurückgreifen. Hier noch einige Funktionen die aktiviert sein sollten, bezogen auf Canon DSLR´s:

* AI Servo
* Reihenaufnahme
* ISO-Automatik

Eben was auch das Sportprogramm automatisch aktivieren würde. Und nicht zu vergessen, kurze Belichtungszeiten können hier sehr von Vorteil sein. Jetzt muss man nur noch einen nicht zu knappen Bildausschnitt wählen, damit die Verfolgung des Motivs mit der Kamera nicht zu schwierig wird. Beim Bildausschnitt sollte man immer daran denken, dass vor dem Fahrzeug mehr Raum bleibt als hinter ihm.

WeiterlesenAutorennen und Fotografie

d-imago am 22. September 2010

Wie ich es bereits in einigen Artikeln schon kurz angedeutet habe, ist die Perspektive abhängig vom Standort des Fotografen zum Motiv. Setzt man vom gleichen Standort unterschiedliche Brennweiten ein, verändert das den Bildwinkel. Das heißt, es ändert sich lediglich der Bildausschnitt. Aber aus dem Zusammenspiel von unterschiedlichen Brennweiten und der Änderung des Aufnahmestandorts ergibt sich ein enormer kreativer Gestaltungsfreiraum – den sollte man auch möglichst gut nutzen.

Die Vielfalt der Perspektive, des perspektivischen Sehens, drückt sich auch in den zahlreichen Unterbegriffen dazu aus. Ich meine hier Normal-, Weitwinkel- und Teleperspektive. Bezogen auf die unterschiedliche Wirkung von Brennweiten oder oder auf Augen-, Frosch-, Vogel- oder Zentralperspektive wenn es sich um die Positionierung der Kamera handelt.

Augenperspektive

Wie es die Überschrift schon andeutet, fotografiert man hier auf Augenhöhe oder technisch ausgedrückt mit vertikal ausgerichteter Kamera. Diese Kamerahaltung vermeidet stürzende Linien, vermeidet aber außerdem auch verzerrende Proportionen bei Portrait-, Kinder- und Tieraufnahmen. Gerade bei aufnahmen von Kindern fällt recht häufig auf, dass die kleinen von oben herab und nicht auf Augenhöhe aufgenommen wurden. Das Ergebnis (oder die Folge) sind große Köpfe mit kleinen Körpern. Besonders extrem wirkt sich dieser Effekt in Weitwinkelstellung aus. In der Praxis lässt sich das Problem auf zwei Arten beheben: Entweder der Fotograf muss mit seiner Kamera nach unten oder das Modell eben nach oben.

WeiterlesenAuf die Perspektive kommt es an

d-imago am 14. September 2010

Schmetterlinge sind einerseits sehr wunderschöne Geschöpfe und stellen immer wieder ein gutes Motiv dar. Gleichzeitig stellen sie auch ein gutes Trainingsobjekt für die Tier- und Makrofotografie dar. Hier kann man sehr gut lernen, was Fluchtdistanz bedeutet denn viel näher als 30 bis 50 cm lässt ein gesunder Schmetterling bei voller Sonneneinstrahlung keinen Menschen an sich heran. Recht schnell fündig kann man werden, indem man geziehlt Ausschau nach Sommerflieder Büschen hält – dann ist schnelle Reaktion geboten da so ein Schmetterling nur sehr selten ruhig sitzen bleibt.

Bessere Chancen, die volle Schönheit der ausgebreiteten Flügel einzufangen hat, wer das Motiv der Begierde beim Sonnenbad aufspürt. Dann heisst es vorsichtig annähern und mit langer Brennweite erst mal aus sicherer Entfernung die ersten Aufnahmen machen. Dann kann man sich langsam, ohne hastige Bewegungen näher heranbewegen und sollte dabei immer wieder ein paar Bilder machen bis man die Fluchtdistanz des Tieres erreicht hat. Und mit etwas Glück erwischt man dann den Schmetterling genau im Moment des Abflugs frei über seinen Ruheplatz schwebend.

Das Fotografieren von Schmetterlingen und Insekten gehört in das Gebiet der Nahbereichsfotografie.

WeiterlesenDas Fotografieren von Schmetterlingen

d-imago am 20. August 2010

Ergänzend zu meinem letzten Artikel über das Fotografieren am Wasser, bietet sich so ein Artikel über Wassersport förmlich an.

Wie bei fast allen anderen Sportarten auch, benötigt man als Fotograf zunächst eine möglichst lange Brennweite. So weit so gut, schließlich kann man Wassersport-Events gewöhnlich auch nur vom Ufer aus beobachten und viele Bilder entfalten ihre Besondere Wirkung erst in Großaufnahme. Weil auch Wassersportaufnahmen von der Dynamik schneller Bewegungen leben, störende Hintergründe dabei möglichst in Unschärfe versinken sollen, sind die Blendenvorwahl bei Zeitautomatik und ein möglichst lichtstarkes Objektiv die idealen Voraussetzungen.

Wem es im wesentlichen mehr auf eine informative Sportfotografie und weniger auf eine effektvolle Gestaltung ankommt, ist gut damit beraten, auf allzu strenges Seitenlicht und natürlich auch auf Gegenlicht zu verzichten. Auch werden stärkere Reflektionen des Sonnenlichts auf der Wasseroberfläche die Belichtung in Richtung Unterbelichtung verfälschen.

WeiterlesenSportfotografie

d-imago am 8. August 2010

Und schon wieder geht eine Woche zu Ende – es ist mal wieder Sonntag und heute ist leider schon der letzte Artikel aus meiner Serie “Landschaftsfotografie” an der Reihe. In den bisherigen Artikeln ging es um Grundsätzliche Aspekte der Landschaftsfotografie im ersten Teil. Im zweiten Teil schrieb ich davon, dass schlechtes Wetter nicht zwangläufig zu schlechten Bildern führen muss und was die gewissen Reize sind, welche eine Umgebung nach dem Regenschauer so ausmachen. Der dritte Teil handelt vom “Spielen mit unterschiedlichen Perspektiven” und wie man durch eher ungewöhnliche Standorte eine Aufnahme durchaus interessant gestalten kann. Letzten Sonntag hatte ich mich dem Medium Wasser gewidmet und hoffentlich einige Anreize geben können, wie man es fotografisch gut festhalten kann. Heute dreht sich alles um das Festhalten von schönen fast sogar magischen Momenten, nämlich der
Dämmerung

Eigentlich fast schon egal ob morgens oder abends, wenn die Sonne wenn überhaupt nur knapp über dem Horizont steht und mit ihrem sehr warmen Licht die Landschaft in atemberaubenden Farben erscheinen lässt, dann spreche ich schon manchmal von magischen Momenten. Gerade wenn der Romantiker in mir mal wieder durchscheint ;-) Wie dem auch sei, derartige Bilder gelingen nicht immer und schon gar nicht auf Anhieb. Etwas Disziplin, gerade für Morgenmuffel wie mich gehört auf jedenfall auch mit dazu denn nie war das Sprichwort “Morgenstund hat Gold im Mund” treffender. Wer auf schöne und spektakuläre Bilder aus ist, wird jedenfalls nicht darum herum kommen, das eine oder andere Mal früh loszuziehen. Da heißt es Wecker stellen und auf einen langen Tag vorbereiten.

WeiterlesenPraxis-Serie Landschaftsfotografie V

d-imago am 1. August 2010

Dies heute ist mittlerweile der vierte Teil meiner Artikelserie zum Thema Landschaftsfotografie. In den ersten Teilen habe ich bereits davon geschrieben, was den Reiz ausmacht, in Teil 2 habe ich Euch veranschaulicht, dass Sonnenschein nicht zwangläufig benötigt wird und letzte Woche in Teil 3 ging es um die verschiedenen Perspektiven und welche Auswirkungen sie auf das Motiv letztlich haben. Das Thema des Heutigen Kapitels lautet:
Faszinierende Wasserläufe

Der alte, klassische Trick, bewegtes Wasser welches munter in Form eines kleinen Baches über die Steine hinabfließt fotografisch einzufrieren, ist schnell erlernt. Von den notwendigen Einstellungen wären Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert schon mal die richtige Wahl. Nunja die Belichtungszeit ist dabei auch der ausschlaggebende Parameter. Hexerei gehört schon mal nicht mit dazu. Aber es besteht durchaus die Notwendigkeit, verschiedene Filter einzusetzen um begeisternde Resultate zu erziehlen.
Wasser in Bewegung

Ohne Stativ kommt man sicher nicht besonders weit. Damit das Fließen des Wassers entsprechend samtig und weich erscheint, bedarf es einer langen Belichtungszeit ab einer Sekunde und gegebenenfalls länger. Um ein besonders gutes Resultat zu erziehlen, wird es gerade an sonnigen Tagen meist nicht ausreichend sein, einfach nur die Blende so weit wie möglich zu schließen. Hier ist es definitiv besser, auf einen Neutraldichte-Filter, auch Grauflilter genannt, zurückzugreifen. Dieser kann einige Blenden schlucken, ohne dabei die Farben zu verändern. Solch ein Filter mit einer Neutraldichte von 0,3 schluckt eine Blende, was wiederum eine doppelt so lange Belichtungszeit zulässt. Da das aber wiederum gewöhnlich in der Praxis zu wenig ist, sollte man doch besser zu einem Filter mit einer Neutraldichte von 0,9 greifen, was dann drei Blendenstufen entspricht. Es lassen sich aber im Bedarfsfall auch mehrere Filter miteinander kombinieren.

WeiterlesenPraxis-Serie Landschaftsfotografie IV

fotograf am 25. Juli 2010

Und wieder ist eine Woche Vorüber. Bitte entschuldigt den diesmal etwas späten Beitrag, aber das schöne Wetter musste ich einfach noch ausnutzen. In meinem letzten Artikel habe ich mich schwerpunktmäßig mit schlechtem Wetter beschäftigt und welches Potential es doch bieten kann – seien es Naturgewalten, aufziehender Nebel oder einfach die nasse Umgebung nach einem Regenschauer. Aber bevor ich nun abschweife, zurück zum Heutigen Thema.
Spannende Perspektiven

Sehr häufig wirkt ein Bild gerade erst dann spannend, wenn es eine nicht ganz alltägliche Betrachtungsweise wiederspiegelt. An sich sind Aufnahmen die aus einem Blickwinkel gemacht wurden, der dem unseres Auges entspricht ja ganz hübsch anzusehen. Nur vermitteln sie kaum Spannung. Ein Wow!-Effekt stellt sich meist erst dann ein, wenn das Auge des Betrachters auf etwas trifft, was es nicht jeden Tag zu sehen bekommt.
Spiel mit der Perspektive

Der Wald, in einer heutzutage eher monokulturellen Ausprägung wird vom Betrachter an sich lediglich als eine Anhäufung von sich gleichenden Bäumen wahrgenommen. Und oft tut man auch gut daran, den Waldboden aus dem Spiel zu lassen. Kommt es doch sehr häufig vor, dass nicht tiefgrün schimmerndes Moos das Motiv aufwertet, sondern ein Gewirr aus dürren toten Ästen, welches dann schlimmstenfalls auch noch von den Bäumen ablenkt. Besser ist es da, den Blick entlang der Baumstämme richtung Krone zu führen. Dies verleiht der Aufnahme eine ungewöhnliche Perspektive und vermittelt zusätzlich noch die entsprechende Größe der Bäume. Ich möchte jetzt aber nicht behaupten, dass es ein Fehler wäre, den Waldboden nicht mit ins Bild aufzunehmen. Nur sollte man dann darauf achten, dass er nicht allzu störend oder zu trist empfunden werden könnte.

WeiterlesenPraxis-Serie Landschaftsfotografie III

d-imago am 18. Juli 2010

Dies ist nun die erste Fortsetzung meiner Praxis-Serie über Landschaftsfotografie. Im letzten Artikel habe ich Euch die Grundzüge aufgezeigt, auf die es bei Landschaftsaufnahmen ankommt und wie elementar der Einfluss des unterschiedlichen Tageslichts auf das Gesamtergebnis ist.
Schlechte Wetterverhältnisse

Landschaftsfotografen sind wie Jogger – bei schönem Wetter sind die meisten unterwegs. Aber wie sieht es wohl aus, wenn es gerade regnet, Gewitter ganz bedrohlich heranziehen oder Nebel die Landschaft einhüllt? Erfahrungsgemäß wagt sich hier nur eine kleine Minderheit vor die Tür (schließlich gehörte ich auch lange Zeit zu den Schönwetterknipsern). Eigentlich sehr schade weil auch solche Wetterlagen für ambitionierte Fotografen einige überwältigende Motive zu bieten haben. Man muss lediglich den inneren Schweinehund einmal überwunden haben.
Nach dem Regen

Schlechtes Wetter ist noch lange kein Grund, die Kamera ausgeschaltet zu lassen. Direkt nach einem Regenschauer besteht mitunter die beste Möglichkeit, Blätter und Bäume richtig gut in Szene zu setzen. Da es meist immer noch wolkig und somit auch etwas dunkler ist, wirkt das Grün wesentlich gesättigter und die Regentropfen auf den Pflanzen vermitteln Frische und Leben. Dazu empfiehlt es sich, wie auch schon von Makroaufnahmen gewohnt, nah an ein Objekt heranzugehen beziehungsweise zu zoomen. Gerade ganz besonders sommerliche Regengüsse zeigen oft ein Phänomen von besonderem fotografischen Reiz: einen Regenbogen.

WeiterlesenPraxis-Serie Landschaftsfotografie II