Bildgestaltung

d-imago am 16. April 2011

Wie der Titel bereits vermuten lässt, beschäftige ich mich im heutigen Artikel mit der fotografischen Abblildung von Architektur. Es gibt sogar einige Fotografen, welche sich auf dieses Themengebiet kommerziell festgelegt haben. Deren Arbeiten umfassen jedoch wesentlich mehr als das simple Fotografieren von hübschen Häusern und Fabriken am Wegesrand. So lange sich ein größeres Bauvorhaben noch in der Planungsphase befindet besteht die Hauptaufgabe darin, Fotografien von Modellen anzufertigen um das Bauvorhaben darzustellen. Während der Bauzeit wird der Entstehungsprozess des Bauwerkes auf der Baustelle dokumentiert. Nach Fertigstellung wird das Gebäude zu guter letzt in seinem aktuellen Zustand fotografisch dokumentiert. Um es kurz auf dem Punkt zu bringen, Architekturfotografie im eigentlichen Sinne ein Teil der Dokumentarfotografie und ist sehr an die Genres Sachfotografie, Industriefotografie und Landschaftsfotografie angelehnt.
Herangehensweise

Wie eben auch bei den meisten anderen Aufnahmebereichen stellt sich auch bei der Architekturfotografie zuallererst die Frage nach dem späteren Verwendungszweck der Aufnahmen. Allein schon ein Architekt würde das Gebäude anders aufnehmen als ein Baustatiker beziehungsweise Bausachverständiger. Mal ganz davon abgesehen wie es ein reisender oder Amateurfotograf betrachtet.

WeiterlesenArchitekturfotografie

d-imago am 26. Dezember 2010

Nachdem ich nun in meinem letzten Artikel das Thema High-Key-Fotografie kurz umrissen habe, möchte ich das Gegenteil, nämlich die High-Key-Fotografie nicht außen vor lassen. Wie im letzten Artikel, geht es primär darum, zu beschreiben, was denn eine High-key Aufnahme ist.

Bilder, welche nur aus sehr hellen Tönen und nur sehr wenigen akzentuierenden dunklen Linien und Flächen bestehen, werden im allgemeinen als Hig-key-Bilder bezeichnet. Sehr häufig ist auch von “Weiß in Weiß” die Rede. Dieser Effekt wird noch zusätzlich durch eine mehr oder minder starke Überbelichtung verstärkt. Das Motiv an sich, muss aber ebenfalls nur aus sehr hellen Farbtönen bestehen. Im heimischen Studio sollte man neben einem hellen Hintergrund auch auf eine sehr weiche Ausleuchtung achten. Mit dieser Technik werden oftmals Damenportraits oder Hochzeitsaufnahmen realisiert – ich habe jedoch auch bereits die eine oder andere so umgesetzte Aktaufnahme mittlerweile entdeckt.

Dies ist ein sehr gutes Einsatzgebiet um mit manuellen Belichtungskorrekturen zu arbeiten und vielleicht auch etwas zu experimentieren. Leider kommt man wie bei Low-key Aufnahmen auch hier um eine nachträgliche Bildbearbeitung nicht herum.

WeiterlesenHigh-key Aufnahme

d-imago am 24. Dezember 2010

Heute möchte ich die Frage “Was ist eine Low-Key Aufnahme?” grundsätzlich beantworten. Derartige Aufnahmen findet man recht häufig in der Akt- und Erotikfotografie – aber auch Gläser und ähnliche Objekte lassen sich auf diese Art und Weise sehr effektvoll in Szene setzen.

Low-Key Bilder bestehen in erster Linie aus sehr dunklen Bildtönen und nur wenigen hellen Bildanteilen wie zum Beispiel Streif- und Gegenlichtsituationen mit dunklem Hintergrund. Hinsichtlich der Belichtungsmessung sind soche Bildsituationen eine Herausforderung an den Fotografen. Hier sollte man sich nicht auf das Automatikprogramm der Kamera verlassen denn wie wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, die dunklen Bildpartien aufzuhellen. Wichtig ist bei der Low-key-Fotografie, geziehlt die hellen Partien zu messen, was heutzutage dank der Spotmessung ja keine große Herausforderung mehr sein dürfte. Wenn es mal schnell gehen muss, kann man sich auch mit einer Belichtungsreihe ganz gut behelfen. Dennoch ist bei Low-key Aufnahmen fast schon zwangsläufig eine Nachbearbeitung der Bilder am Computer notwendig. Mittels Bidbearbeitung lassen sich noch einige dunkle Bildpartien geziehlt nachbelichten oder aber auch die eine oder andere zu hell geratene Bildpartie mittels Stempelfunktion noch verschwinden lassen. Häufig muss man auch die Lichterpartien noch etwas aufhellen.

WeiterlesenLow-key Aufnahme

d-imago am 22. September 2010

Wie ich es bereits in einigen Artikeln schon kurz angedeutet habe, ist die Perspektive abhängig vom Standort des Fotografen zum Motiv. Setzt man vom gleichen Standort unterschiedliche Brennweiten ein, verändert das den Bildwinkel. Das heißt, es ändert sich lediglich der Bildausschnitt. Aber aus dem Zusammenspiel von unterschiedlichen Brennweiten und der Änderung des Aufnahmestandorts ergibt sich ein enormer kreativer Gestaltungsfreiraum – den sollte man auch möglichst gut nutzen.

Die Vielfalt der Perspektive, des perspektivischen Sehens, drückt sich auch in den zahlreichen Unterbegriffen dazu aus. Ich meine hier Normal-, Weitwinkel- und Teleperspektive. Bezogen auf die unterschiedliche Wirkung von Brennweiten oder oder auf Augen-, Frosch-, Vogel- oder Zentralperspektive wenn es sich um die Positionierung der Kamera handelt.

Augenperspektive

Wie es die Überschrift schon andeutet, fotografiert man hier auf Augenhöhe oder technisch ausgedrückt mit vertikal ausgerichteter Kamera. Diese Kamerahaltung vermeidet stürzende Linien, vermeidet aber außerdem auch verzerrende Proportionen bei Portrait-, Kinder- und Tieraufnahmen. Gerade bei aufnahmen von Kindern fällt recht häufig auf, dass die kleinen von oben herab und nicht auf Augenhöhe aufgenommen wurden. Das Ergebnis (oder die Folge) sind große Köpfe mit kleinen Körpern. Besonders extrem wirkt sich dieser Effekt in Weitwinkelstellung aus. In der Praxis lässt sich das Problem auf zwei Arten beheben: Entweder der Fotograf muss mit seiner Kamera nach unten oder das Modell eben nach oben.

WeiterlesenAuf die Perspektive kommt es an

d-imago am 19. September 2010

In meinem heutigen Artikel möchte ich mich mit dem Thema Panorama-Fotografie beschäftigen. Ich persönlich bearbeite meine Panoramas entweder mit Adobe Photoshop oder PhotoStitch von Canon welches bei meiner Kamera dabei war. Zunächst die einfachste Art Panorama-Bilder zu erstellen ist immer noch die oben oder unten beschnittene Weitwinkelaufnahme. Aktuelle DSLR´s mit ihren hohen Auflösungen über 15 Megapixel lassen das schon so manchen interessanten Streifenausschnitt zu, ohne dass man Qualitätseinbußen zu befürchten hat.

Echte Panoramaaufnahmen entstehen aber doch erst mit speziellen Kameras, die bis zu 360° Panoramen an einem Stück aufnehmen, oder aber durch die Montage mehrerer Einzelaufnahmen. Um große Panoramen herzustellen, nutze ich Adobe Photoshop, jedoch auch das bei meiner Kamera beiliegende Canon PhotoStitch lassen sich sehr leicht ziemlich gute Resultate erziehlen. Es muss ja auch nicht gleich ein 360° Panorama sein. Aus zwei bis drei Aufnahmen welche mit normaler Brennweite erstellt wurden, lässt sich mehr oder minder im Handumdrehen eine qualitativ hochwertige Superweitwinkelaufnahme realisieren.

Trotz der doch recht hohen Toleranz bei automatisierten Panorama-Funktionen in aktuellen Bildbearbeitungsprogrammen sollte man dennoch auf einiges dabei achten. Die Bilder brauchen einen lückenlosen Anschluss daher sollten sie mindestens um 20% überlappen. Auch sollten die einzelnen Aufnahmen nicht unterschiedlich kippen oder verkantet werden. Das geht zwar auch freihändig, mit etwas Sorgfalt, aber ein stabiles Stativ, wenn möglich mit Panoramaschwenkkopf und Wasserwaage, reduziert die Anzahl an fehlgeschlagenen Versuchen erheblich.

WeiterlesenPanorama-Aufnahmen

d-imago am 19. Juni 2010

Diesmal geht es um Wolken und die damit verbundenen gestalterischen Möglichkeiten in der Landschaftsfotografie. Eine formschöne Wolkenformation oder eher dramatisch wirkende Licht- und Formenspiele am Himmel machen Landschaftsaufnahmen erst zu spannenden Bildern. Schon so mancher Fotograf war von seinen Aufnahmen enttäuscht, nachdem er vorm Bildschrim feststellen musste, dass die notwendige Zeichnung in den wuchtigen Kumuluswolken auch mit dem Nachbelichtungswerkzeug nicht mehr herbeizuzaubern war. Das kann ich sehr gut nachfühlen – geht es mir ja auch in regelmäßigen Abständen sehr ähnlich. Die Belichtung war auf den flächenmäßig bei Landschaftsaufnahmen meist eher dominierenden Vordergrund abgestimmt und konnte den hohen Kontrast zum hellen Himmel nicht schaffen.

Um Abhilfe zu schaffen, kann man auf verschiedene Möglichkeiten zurückgreifen. Die einfachste ist, mit der Mehrfeldmessung einen größeren Anteil des Himmels anzupeilen, mit der AE-Speichertaste die Belichtung fixieren, dann den entgültigen Bildausschnitt suchen und letztlich noch auszulösen. Bei der Bildnachbearbeitung lässt sich dann auch feststellen, dass es leichter fällt, einen etwas unterbelichteten Vordergrund mit der Abwedelfunktion wieder aufzuhellen.

WeiterlesenGestaltungsmedium Wolken

d-imago am 10. Juni 2010

Geister gibt es doch nicht oder? Naja was manche Bilder anbelangt, könnte man ja wohl durchaus an Geister glauben. Bevor nun noch jemand glaubt, ich wäre verückt, hier die Auflösung.

Im eigentlichen Sinne handelt es sich dabei nämlich um sogenannte Doppelbelichtungen – also vom klassischen, fotografischen Standpunkt aus betrachtet. Das bedeutet, dass zwei verschiedene Motive auf ein Bild belichtet wurden. Manchmal ist es tatsächlich ein fehler, aber das eine oder andere Mal auch tatsächlich gewollt um zwei Motive miteinander zu kombinieren. Dieser Effekt lässt sich mit jedem Bildbearbeitungsprogramm erzeugen, welches mit Ebenen umgehen kann z.B. Adobe Photoshop.

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d-imago am 8. Juni 2010

Wer regelmäßig in Fotoforen aktiv ist, dem ist sicherlich der Begriff “Goldener Schnitt” das eine oder andere Mal aufgefallen. Gerade auch wenn man Bilder für die breite Masse macht. Wenn man will, kann man es auch als Teil eines Normbildes bezeichnen. Wie auch immer, heute möchte ich versuchen, Euch den Goldenen Schnitt etwas näher zu bringen.

Ein alter Grundsatz in der Bildgestaltung besagt, platziere nie das Hauptmotiv in der Mitte eines Bildes. Übrigends hielten sich nicht nur Fotografen sondern auch die alten Meister der Malerkunst daran. Darauf baut auch der Goldene Schnitt auf. Das Bild wird dazu im Verhältnis 3:5 (vereinfacht: ein Drittel zu zwei Drittel) aufgeteilt.

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d-imago am 5. Juni 2010

Ein sehr gut von der Sonne beleuchteter Vordergrund und im Hintergrund dunkle, düstere Wolken einer heranziehenden Gewitterfront. Welcher Fotograf wird bei solch einem Anblick nicht schwach und zückt kurzerhand die Kamera?Belichtungstechnisch ist das ja auch gar kein Problem. Einfach je nach Himmelsanteil im Bild einfach geziehlt auf die sonnigen Bildausschnitte belichten z.B. durch Belichtungsspeicherung mittels der AE-Taste. Dies gilt auch, wenn zum Beispiel ein Regenbogen gut zur Geltung kommen soll. Hier gilt ebenfalls die Regel, lieber zu knapp als zu viel zu belichten. Sinnvoll ist es auch, in solchen Aufnahmenituationen eine Belichtungsreihe anzufertigen.

WeiterlesenGewitterstimmung einfangen

d-imago am 13. Mai 2010

Es gibt aber auch viele Gelegenheiten, bei denen man die angenehme Seite des Feuers im Bild einfangen kann. Das gebotene Licht ist zwar schwach, die stimmungsvollen Ergebnisse dafür jedoch umso stärker. Der Trick dabei ist es, das Maximum aus der Sensorempfindlichkeit der Kamera herauszuholen.

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