Aufnahmetechnik

d-imago am 16. April 2011

Wie der Titel bereits vermuten lässt, beschäftige ich mich im heutigen Artikel mit der fotografischen Abblildung von Architektur. Es gibt sogar einige Fotografen, welche sich auf dieses Themengebiet kommerziell festgelegt haben. Deren Arbeiten umfassen jedoch wesentlich mehr als das simple Fotografieren von hübschen Häusern und Fabriken am Wegesrand. So lange sich ein größeres Bauvorhaben noch in der Planungsphase befindet besteht die Hauptaufgabe darin, Fotografien von Modellen anzufertigen um das Bauvorhaben darzustellen. Während der Bauzeit wird der Entstehungsprozess des Bauwerkes auf der Baustelle dokumentiert. Nach Fertigstellung wird das Gebäude zu guter letzt in seinem aktuellen Zustand fotografisch dokumentiert. Um es kurz auf dem Punkt zu bringen, Architekturfotografie im eigentlichen Sinne ein Teil der Dokumentarfotografie und ist sehr an die Genres Sachfotografie, Industriefotografie und Landschaftsfotografie angelehnt.
Herangehensweise

Wie eben auch bei den meisten anderen Aufnahmebereichen stellt sich auch bei der Architekturfotografie zuallererst die Frage nach dem späteren Verwendungszweck der Aufnahmen. Allein schon ein Architekt würde das Gebäude anders aufnehmen als ein Baustatiker beziehungsweise Bausachverständiger. Mal ganz davon abgesehen wie es ein reisender oder Amateurfotograf betrachtet.

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d-imago am 9. Januar 2011

Nunja, nachdem die kalte Jahreszeit momentan nicht sehr viel hergibt, gerade jetzt wo der Schnee in Nürnberg schon fast wieder gänzlich geschmolzen ist, wirkt gerade alles grau und trist. Gerade aus diesem Grund habe ich mir mal die Mühe gemacht, mein nächstes Nachtshooting zu planen. Bei der Auswahl der Locations habe ich mich dieses Mal an der Pegnitz orientiert und mir den Henkerssteg und die Fleischbrücke in der Nürnbgerger Altstadt herausgesucht. Hier erhoffe ich mir die Möglichkeit, mal etwas mit Lichtreflexionen und Spiegelungen zu experimentieren.
Die Equipment-Wahl

Weil ich natürlich nicht alles mitschleppen will, habe ich geplant, neben der Kamera samt Objektiv nur noch folgendes Equipment mitzunehmen:

*
Stativ
Denn gerade wenn man bei wenig Licht fotografiert ist es unverzichtbar. Ich werde neben meinem Dreibein-Stativ auch mein neues Gorillapod mitnehmen um es zumindest mal auszuprobieren. Eigentlich sollte sich ja fast überall eine Möglichkeit bieten, es zu befestigen.

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d-imago am 26. Dezember 2010

Nachdem ich nun in meinem letzten Artikel das Thema High-Key-Fotografie kurz umrissen habe, möchte ich das Gegenteil, nämlich die High-Key-Fotografie nicht außen vor lassen. Wie im letzten Artikel, geht es primär darum, zu beschreiben, was denn eine High-key Aufnahme ist.

Bilder, welche nur aus sehr hellen Tönen und nur sehr wenigen akzentuierenden dunklen Linien und Flächen bestehen, werden im allgemeinen als Hig-key-Bilder bezeichnet. Sehr häufig ist auch von “Weiß in Weiß” die Rede. Dieser Effekt wird noch zusätzlich durch eine mehr oder minder starke Überbelichtung verstärkt. Das Motiv an sich, muss aber ebenfalls nur aus sehr hellen Farbtönen bestehen. Im heimischen Studio sollte man neben einem hellen Hintergrund auch auf eine sehr weiche Ausleuchtung achten. Mit dieser Technik werden oftmals Damenportraits oder Hochzeitsaufnahmen realisiert – ich habe jedoch auch bereits die eine oder andere so umgesetzte Aktaufnahme mittlerweile entdeckt.

Dies ist ein sehr gutes Einsatzgebiet um mit manuellen Belichtungskorrekturen zu arbeiten und vielleicht auch etwas zu experimentieren. Leider kommt man wie bei Low-key Aufnahmen auch hier um eine nachträgliche Bildbearbeitung nicht herum.

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d-imago am 24. Dezember 2010

Heute möchte ich die Frage “Was ist eine Low-Key Aufnahme?” grundsätzlich beantworten. Derartige Aufnahmen findet man recht häufig in der Akt- und Erotikfotografie – aber auch Gläser und ähnliche Objekte lassen sich auf diese Art und Weise sehr effektvoll in Szene setzen.

Low-Key Bilder bestehen in erster Linie aus sehr dunklen Bildtönen und nur wenigen hellen Bildanteilen wie zum Beispiel Streif- und Gegenlichtsituationen mit dunklem Hintergrund. Hinsichtlich der Belichtungsmessung sind soche Bildsituationen eine Herausforderung an den Fotografen. Hier sollte man sich nicht auf das Automatikprogramm der Kamera verlassen denn wie wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, die dunklen Bildpartien aufzuhellen. Wichtig ist bei der Low-key-Fotografie, geziehlt die hellen Partien zu messen, was heutzutage dank der Spotmessung ja keine große Herausforderung mehr sein dürfte. Wenn es mal schnell gehen muss, kann man sich auch mit einer Belichtungsreihe ganz gut behelfen. Dennoch ist bei Low-key Aufnahmen fast schon zwangsläufig eine Nachbearbeitung der Bilder am Computer notwendig. Mittels Bidbearbeitung lassen sich noch einige dunkle Bildpartien geziehlt nachbelichten oder aber auch die eine oder andere zu hell geratene Bildpartie mittels Stempelfunktion noch verschwinden lassen. Häufig muss man auch die Lichterpartien noch etwas aufhellen.

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d-imago am 28. September 2010

Hierbei sind sicherlich nicht nur die berühmten Formel 1 Rennen gemeint, die man sich als Zuschauer nur von der Trübüne aus mit extrem langen Brennweiten einigermaßen dynamisch und die Rennboliden formatfüllend fotografieren kann. Es sind vielmehr die vielen kleineren lokalen Veranstaltungen, die man hautnah miterleben kann und die dementsprechend fotografisch sehr ergiebig sind.

Will man fahrende Fahrzeuge einfangen, eigenen sich Kurven als Standorte besonders günstig. Die Autos sind hier meist langsamer und der Blick auf das Fahrzeug ändert sich in kurzer Zeit von der Frontal- über die Seiten- zur Rückansicht. Man muss als Fotograf nicht nur richtig schnell sein und die Kamera richtig vorbereiten. Die Brennweite hängt vom Standort ab, ein Telezoom mit längeren Brennweiten ist hier meist von Vorteil und Objektiven mit Bildstabilisator sollte man unbedingt vorziehen.

Die Belichtungseinstellungen kann man getrost der Kamera überlassen. Wenn man selbst noch nicht so versiert ist könnte man auch auf das Sportprogramm zurückgreifen. Hier noch einige Funktionen die aktiviert sein sollten, bezogen auf Canon DSLR´s:

* AI Servo
* Reihenaufnahme
* ISO-Automatik

Eben was auch das Sportprogramm automatisch aktivieren würde. Und nicht zu vergessen, kurze Belichtungszeiten können hier sehr von Vorteil sein. Jetzt muss man nur noch einen nicht zu knappen Bildausschnitt wählen, damit die Verfolgung des Motivs mit der Kamera nicht zu schwierig wird. Beim Bildausschnitt sollte man immer daran denken, dass vor dem Fahrzeug mehr Raum bleibt als hinter ihm.

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d-imago am 22. September 2010

Wie ich es bereits in einigen Artikeln schon kurz angedeutet habe, ist die Perspektive abhängig vom Standort des Fotografen zum Motiv. Setzt man vom gleichen Standort unterschiedliche Brennweiten ein, verändert das den Bildwinkel. Das heißt, es ändert sich lediglich der Bildausschnitt. Aber aus dem Zusammenspiel von unterschiedlichen Brennweiten und der Änderung des Aufnahmestandorts ergibt sich ein enormer kreativer Gestaltungsfreiraum – den sollte man auch möglichst gut nutzen.

Die Vielfalt der Perspektive, des perspektivischen Sehens, drückt sich auch in den zahlreichen Unterbegriffen dazu aus. Ich meine hier Normal-, Weitwinkel- und Teleperspektive. Bezogen auf die unterschiedliche Wirkung von Brennweiten oder oder auf Augen-, Frosch-, Vogel- oder Zentralperspektive wenn es sich um die Positionierung der Kamera handelt.

Augenperspektive

Wie es die Überschrift schon andeutet, fotografiert man hier auf Augenhöhe oder technisch ausgedrückt mit vertikal ausgerichteter Kamera. Diese Kamerahaltung vermeidet stürzende Linien, vermeidet aber außerdem auch verzerrende Proportionen bei Portrait-, Kinder- und Tieraufnahmen. Gerade bei aufnahmen von Kindern fällt recht häufig auf, dass die kleinen von oben herab und nicht auf Augenhöhe aufgenommen wurden. Das Ergebnis (oder die Folge) sind große Köpfe mit kleinen Körpern. Besonders extrem wirkt sich dieser Effekt in Weitwinkelstellung aus. In der Praxis lässt sich das Problem auf zwei Arten beheben: Entweder der Fotograf muss mit seiner Kamera nach unten oder das Modell eben nach oben.

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d-imago am 14. September 2010

Schmetterlinge sind einerseits sehr wunderschöne Geschöpfe und stellen immer wieder ein gutes Motiv dar. Gleichzeitig stellen sie auch ein gutes Trainingsobjekt für die Tier- und Makrofotografie dar. Hier kann man sehr gut lernen, was Fluchtdistanz bedeutet denn viel näher als 30 bis 50 cm lässt ein gesunder Schmetterling bei voller Sonneneinstrahlung keinen Menschen an sich heran. Recht schnell fündig kann man werden, indem man geziehlt Ausschau nach Sommerflieder Büschen hält – dann ist schnelle Reaktion geboten da so ein Schmetterling nur sehr selten ruhig sitzen bleibt.

Bessere Chancen, die volle Schönheit der ausgebreiteten Flügel einzufangen hat, wer das Motiv der Begierde beim Sonnenbad aufspürt. Dann heisst es vorsichtig annähern und mit langer Brennweite erst mal aus sicherer Entfernung die ersten Aufnahmen machen. Dann kann man sich langsam, ohne hastige Bewegungen näher heranbewegen und sollte dabei immer wieder ein paar Bilder machen bis man die Fluchtdistanz des Tieres erreicht hat. Und mit etwas Glück erwischt man dann den Schmetterling genau im Moment des Abflugs frei über seinen Ruheplatz schwebend.

Das Fotografieren von Schmetterlingen und Insekten gehört in das Gebiet der Nahbereichsfotografie.

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d-imago am 20. August 2010

Ergänzend zu meinem letzten Artikel über das Fotografieren am Wasser, bietet sich so ein Artikel über Wassersport förmlich an.

Wie bei fast allen anderen Sportarten auch, benötigt man als Fotograf zunächst eine möglichst lange Brennweite. So weit so gut, schließlich kann man Wassersport-Events gewöhnlich auch nur vom Ufer aus beobachten und viele Bilder entfalten ihre Besondere Wirkung erst in Großaufnahme. Weil auch Wassersportaufnahmen von der Dynamik schneller Bewegungen leben, störende Hintergründe dabei möglichst in Unschärfe versinken sollen, sind die Blendenvorwahl bei Zeitautomatik und ein möglichst lichtstarkes Objektiv die idealen Voraussetzungen.

Wem es im wesentlichen mehr auf eine informative Sportfotografie und weniger auf eine effektvolle Gestaltung ankommt, ist gut damit beraten, auf allzu strenges Seitenlicht und natürlich auch auf Gegenlicht zu verzichten. Auch werden stärkere Reflektionen des Sonnenlichts auf der Wasseroberfläche die Belichtung in Richtung Unterbelichtung verfälschen.

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d-imago am 15. Juli 2010

Wenn man sich bei diesem Thema nicht nur mit gelegentlichen Aufnahmen der lieben Entlein auf dem See zufrieden gibt, betritt man sehr bald ein besonders spannendes Gebiet der Tierfotografie. Hierbei kann die Brennweite einfach nicht lang genug sein, um die kleinen Modelle auch über weite Entfernungen formatfüllend aufnehmen zu können, was wiederum ein sehr stabiles Stativ mit möglichst leichtgängigem Kugelkopf zur Bedingung macht. Vögel zu fotografieren erfordert sehr viel Geduld und Detailwissen über ihre Verhaltensweisen. Wo sind die Reviere, die Stamm- und Nistplätze, das heißt Jungvögel im Nest sollte man besser in Ruhe lassen und auch mal auf ein spannendes Motiv verzichten. Viele Vögel reagieren äußerst sensibel auf Störungen. Im schlimmsten Fall geben sie sogar ihr Gelege auf. Hat man jedoch aus für die Vögel sicherer Entfernung freien Blick auf das Nest oder das Einflugsloch, wird selbst ein eher strengerer Vogelschützer keine Einwände haben.

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d-imago am 8. Juni 2010

Wer regelmäßig in Fotoforen aktiv ist, dem ist sicherlich der Begriff “Goldener Schnitt” das eine oder andere Mal aufgefallen. Gerade auch wenn man Bilder für die breite Masse macht. Wenn man will, kann man es auch als Teil eines Normbildes bezeichnen. Wie auch immer, heute möchte ich versuchen, Euch den Goldenen Schnitt etwas näher zu bringen.

Ein alter Grundsatz in der Bildgestaltung besagt, platziere nie das Hauptmotiv in der Mitte eines Bildes. Übrigends hielten sich nicht nur Fotografen sondern auch die alten Meister der Malerkunst daran. Darauf baut auch der Goldene Schnitt auf. Das Bild wird dazu im Verhältnis 3:5 (vereinfacht: ein Drittel zu zwei Drittel) aufgeteilt.

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