Heute möchte ich mich mal dem Thema Stative widmen und warum es gut, zwei davon zu besitzen.

Selbst im Zeitalter des Bildstabilisators ist ein Stativ definitiv nicht überflüssig. Eher ganz im Gegenteil. Da braucht man einfach nur an Sachen wie die Movie-Funktion, Langzeitbelichtung, Selbstauslöser oder sehr lange Brennweiten denken. In Heim- und Profistudios sind gute Stative ebenfalls weit verbreitet. Man kommt also trotz Bildstabilisatoren nicht an einem Stativ vorbei. Noch ein sehr gutes Beispiel: Bei Makro- oder Still-Live-Aufnahmen kommt es neben maximaler Schärfe auch auf große Schärfentiefe an. Wenn das Licht nicht optimal ist, muss unter Umständen stark abgeblendet werden. Um das wiederum auszugleichen verlängert man die Belichtungszeit und schon geht ohne Stativ eigentlich fast nichts mehr. Dementsprechend groß ist auch das Angebot an verschiedenen Stativen für alle denkbaren Verwendungszwecke. Vom kleinen Tisch- oder Klemmstativ über Einbein- bis zu einem breiten Spektrum an Dreibeinstativen reicht das Sortiment.

In Reise- Reportage-, Sport- oder Tierfotografie, also in Bereichen in denen Objektive mit langen Brennweiten zum Einsatz kommen, sehr kurze Belichtungszeiten nicht immer realisierbar sind, die Kamera weitestgehend beweglich sein muss und jedes Gramm Gewicht eine Rolle spielt, haben sich vor allem Einbeinstative bewährt.

Bei den Dreibeinstativen stehen Stabilität und Gewicht in direktem Zusammenhang, was für mich der Grund ist, weshalb ich zwei besitze wie der eine oder andere Fotograf sicherlich auch. Hintergrund ist, dass beim Fotografieren mit relativ schweren Teleobjektiven ein robustes und stabiles Stativ unverzichtbar ist. Schwere Stative haben die Eigenschaften, dass sie besonders tragfähig, standfest und vibrationsarm sind. Durch den Schwingspiegel beim Auslösen einer Spiegelreflexkamera können Aufnahmen auch mit Stativ durchaus verwackeln wenn dieses zu instabil ist und so zu stark schwingt. Ein Effekt, der übrigends durch Gummifüße noch verstärkt wird. Spiegelvorauslösung, Fernauslöser oder Selbstauslöser und ein fester Untergrund auf dem das Stativ steht sind weitere wichtige Voraussetzungen für verwacklungsfreie Bilder bei Langzeitbelichtungen.

Fotostative werden meist aus Metall, Eschenholz oder Carbon hergestellt. Dabei sind natürlich die Carbonstative äußerst stabil und zudem etwa 40% leichter als entsprechende Metallstative. Aber um diese Eigenschaften und ihre damit verbundenen Vorteile genießen zu können, muss man auch entsprechend tief in die Tasche greifen.

Noch ein wichtiger Hinweis – schon mal weil ich´s beim ersten Stativ nicht beachtet hatte: Kein Stativ ohne Stativkopf. Dabei kommt es aber auch hier auf die Aufgabenstellung an. Möchte man professionelle Filmsequenzen mit der Kamera drehen, ist ein möglichst ruckelfreier Videoneiger wichtig. Wer hauptsächlich Panoramas festhalten möchte, der ist mit einem extra dafür vorgesehenen Panoramakopf sicher besser beraten.  Aber als Standard-Stativkopf benutze ich einen leicht verstellbaren Neigekopf, häufig auch Kugelkopf genannt, der in alle Richtungen schwenkbar ist. Beim Kauf sollte man besonders darauf achten, dass die Stativkopf-Arretierungen leichtgängig sind und die Kamera in jeder Position genau und sicher fixieren. Daher lohnt es sich auf jeden Fall, die eigene Kamera mit dem größten Objektiv bei der Stativsuche dabei zu haben.

Daher sollte vor dem Kauf auf folgende Punkte geachtet werden:

  • Stabilität
  • Standfestigkeit
  • Schwingungsarmut
  • komfortable Handhabung

An der falschen Stelle sollte man nicht sparen – dafür wird man aber auch mit hoher Langlebigkeit guter Stative belohnt.

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