Das Programmwahlrad

d-imago am 20. August 2010

Ergänzend zu meinem letzten Artikel über das Fotografieren am Wasser, bietet sich so ein Artikel über Wassersport förmlich an.

Wie bei fast allen anderen Sportarten auch, benötigt man als Fotograf zunächst eine möglichst lange Brennweite. So weit so gut, schließlich kann man Wassersport-Events gewöhnlich auch nur vom Ufer aus beobachten und viele Bilder entfalten ihre Besondere Wirkung erst in Großaufnahme. Weil auch Wassersportaufnahmen von der Dynamik schneller Bewegungen leben, störende Hintergründe dabei möglichst in Unschärfe versinken sollen, sind die Blendenvorwahl bei Zeitautomatik und ein möglichst lichtstarkes Objektiv die idealen Voraussetzungen.

Wem es im wesentlichen mehr auf eine informative Sportfotografie und weniger auf eine effektvolle Gestaltung ankommt, ist gut damit beraten, auf allzu strenges Seitenlicht und natürlich auch auf Gegenlicht zu verzichten. Auch werden stärkere Reflektionen des Sonnenlichts auf der Wasseroberfläche die Belichtung in Richtung Unterbelichtung verfälschen.

WeiterlesenSportfotografie

d-imago am 11. April 2010

Die Canon EOS 500D verfügt wie viele Kameras die ich bisher in Händen gehalten habe über ein Automatikprogramm für Landschaftsaufnahmen. Hauptmerkmal daran ist eine Ausrichtung auf möglichst große Schärfentiefe sowie das Abschalten des internen Blitzes – wichtig für Langzeitbelichtungen wie sie bei Aufnahmen während der Dämmerung vorgenommen werden. Wer jedoch nicht auf einen Blitz verzichten möchte und auch die Blende manuell einstellen will sollte dann doch besser zur Zeitautomatik (Av) wechseln.

Die klassische Bildaufteilung einer Landschaftsaufnahme ist ein markanter Vordergrund, weiträumiger Hintergrund und ein scharfer Hintergrund. Die Horizontlinie verläuft am Anfang des oberen Bilddrittels. Der Himmel hat eine gut durchgezeichnete Wolkenstruktur.

Bei dieser Gelegenheit habe ich noch ein paar (hoffentlich) nützliche Tipps für gute Landschaftsaufnahmen:
Zur Landschaftsfotografie gehören aber nicht nur weiträumige Übersichten mit dem Weitwinkel. Kleine Ausschnitte, Details, eingefangen mit einer langen Brennweite ergeben sehr oft interessante Bilder mit entsprechend großer Aussagekraft.

WeiterlesenLandschaftsfotografie

d-imago am 10. April 2010

Im Gegensatz zur Vollautomatik, bei der es nur möglich ist, Bildgröße und Betriebsart zu steuern, bietet die Kreativ-Automatik der Canon EOS 500D noch einige zusätzliche Einstellmöglichkeiten. Sie ist quasi selbsterklärend und gerade für Leute die zum ersten Mal eine Spiegelreflexkamera in den Händen halten durchaus hilfreich.

Die Funktion “Hintergrund: Unscharf <-> Scharf” verändert die Blendenpriorität von offener Blende mit geringer Schärfentiefe bis zur geschlossenen Blende für höhere Schärfentiefe.

Die Funktion “Belichtung: Dunkler <-> Heller” bitete die Möglichkeit eine Belichtungskorrektur um +/- 1 Belichtungsstufe in 0,5er Schritten vorzunehmen.

WeiterlesenDie Kreativ-Automatik (CA)

d-imago am 5. April 2010

Durch die Verschlusszeit entscheidet ein Fotograf ob sein Bild scharf oder unscharf abgebildet wird. Bei all den verschiedenen Motivprogrammen und Automatik-Einstellungen die eine Spiegelreflexkamera so bietet wird dies so weit es die gegebenen Lichtverhältnisse zulassen, auch berücksichtigt. Ein kreativer Fotograf möchte sich aber nicht permanent von seiner Kamera bevormunden lassen, sondern seine ganz persönlichen Vorstellungen realisieren. Bewegung allgemein wie z.B. fließendes Wasser, ein Jogger oder fahrender Sportwagen, wirken meist wesentlich dynamischer wenn sie in einem scharfen Umfeld in ihrer Bewegung unscharf hervorgehoben werden. Dazu muss man selbst eine Verschlusszeit vorwählen und so entscheiden, ob bewegte Objekte “eingefroren” werden oder verschwommene Konturen erhalten sollen. Das Kreativprogramm “Blendenautomatik” wählt hier die zur vorausgewählten Verschlusszeit passende Blende.

WeiterlesenTv – Die Blendenautomatik

d-imago am 31. März 2010

Wer sich mit der Theorie des Fotografierens beschäftigt liest ab und an den Satz “mit dieser Einstellung wird der Vordergrund und Hintergrund automatisch scharf gestellt”. Diese Aussage ist so nicht ganz korrekt. Diese Einstellung schließt einen rechnerischen Kompromiss zwischen dem gewünschten Schärfentiefebereich und dem fototechnisch-optisch Machbaren. A-DEP nutzt die gegebenen Schärfentiefe-Möglichkeiten optimal aus. Hierzu relevante Variablen sind der Aufnahmeabstand, die Brennweite sowie die Blendenöffnung

WeiterlesenA-DEP – Die Schärfentiefenautomatik

d-imago am 27. März 2010

Av ist die Abkürzung für Aperture value priority, allgemein bekannt unter dem Begriff Blendenvorwahl. Übrigends findet man diesen Begriff kaum in der Dokumentation zu seiner Canon Kamera (wie Ihr ja sicher wisst, habe ich ja eine) – die dortige Übersetzung lautet “Verschlusszeitautomatik”.

Viele Fotografen verlassen sich auf die Einstellung mit der Blendenvorwahl weil sich mit der festen Blendenvoreinstellung lediglich die Belichtungszeit ändert. Die Schärfentiefe selbst, die ja von der eigentlichen Blendenöffnung bestimmt wird, bleibt an sich konstant.

Stellt der Fotograf auf eine offene Blende (kleine Blendenzahl) hat er die Sicherheit, dass seine Kamera in diesem Programm die kürzest mögliche Belichtungszeit wählen wird. So reduziert sich die Gefahr von verwackelten Bildern. Auch sieht er das Bild mit der identischen Schärfentiefe im Sucher wie später auf dem Foto.

Kombiniert mit der ISO-Automatik erhält man somit einen enorm großen Bereich für die Zeitautomatik, wenn man bedenkt, dass der automatisch gesteuerte Zeitenbereich bei meiner EOS 500D von 1/4000 Sekunde bis 30 Sekunden reicht.

WeiterlesenAv – Die Blendenvorwahl