Durch die Verschlusszeit entscheidet ein Fotograf ob sein Bild scharf oder unscharf abgebildet wird. Bei all den verschiedenen Motivprogrammen und Automatik-Einstellungen die eine Spiegelreflexkamera so bietet wird dies so weit es die gegebenen Lichtverhältnisse zulassen, auch berücksichtigt. Ein kreativer Fotograf möchte sich aber nicht permanent von seiner Kamera bevormunden lassen, sondern seine ganz persönlichen Vorstellungen realisieren. Bewegung allgemein wie z.B. fließendes Wasser, ein Jogger oder fahrender Sportwagen, wirken meist wesentlich dynamischer wenn sie in einem scharfen Umfeld in ihrer Bewegung unscharf hervorgehoben werden. Dazu muss man selbst eine Verschlusszeit vorwählen und so entscheiden, ob bewegte Objekte “eingefroren” werden oder verschwommene Konturen erhalten sollen. Das Kreativprogramm “Blendenautomatik” wählt hier die zur vorausgewählten Verschlusszeit passende Blende.
Kameras
Wer sich mit der Theorie des Fotografierens beschäftigt liest ab und an den Satz “mit dieser Einstellung wird der Vordergrund und Hintergrund automatisch scharf gestellt”. Diese Aussage ist so nicht ganz korrekt. Diese Einstellung schließt einen rechnerischen Kompromiss zwischen dem gewünschten Schärfentiefebereich und dem fototechnisch-optisch Machbaren. A-DEP nutzt die gegebenen Schärfentiefe-Möglichkeiten optimal aus. Hierzu relevante Variablen sind der Aufnahmeabstand, die Brennweite sowie die Blendenöffnung
Av ist die Abkürzung für Aperture value priority, allgemein bekannt unter dem Begriff Blendenvorwahl. Übrigends findet man diesen Begriff kaum in der Dokumentation zu seiner Canon Kamera (wie Ihr ja sicher wisst, habe ich ja eine) – die dortige Übersetzung lautet “Verschlusszeitautomatik”.
Viele Fotografen verlassen sich auf die Einstellung mit der Blendenvorwahl weil sich mit der festen Blendenvoreinstellung lediglich die Belichtungszeit ändert. Die Schärfentiefe selbst, die ja von der eigentlichen Blendenöffnung bestimmt wird, bleibt an sich konstant.
Stellt der Fotograf auf eine offene Blende (kleine Blendenzahl) hat er die Sicherheit, dass seine Kamera in diesem Programm die kürzest mögliche Belichtungszeit wählen wird. So reduziert sich die Gefahr von verwackelten Bildern. Auch sieht er das Bild mit der identischen Schärfentiefe im Sucher wie später auf dem Foto.
Kombiniert mit der ISO-Automatik erhält man somit einen enorm großen Bereich für die Zeitautomatik, wenn man bedenkt, dass der automatisch gesteuerte Zeitenbereich bei meiner EOS 500D von 1/4000 Sekunde bis 30 Sekunden reicht.
Aufnahmefilter sind nicht nur dazu da, das Objektiv vor Staub und Schmutz zu schützen ![]()
Auch wenn Konversionsfilter zum Angleichen von Farbtemperaturen an das Aufnahmematerial gottseidank der Vergangenheit angehören, sind Aufnahmefilter auch in der digitalen Fotografie nicht gänzlich überflüssig. Der einstellbare bzw. auch der automatische Weißabgleich ist eine der ganz großen Errungenschaft im Bereich der digitalen Fotografie! Zu den heutzutage gebräuchlichen und auch wirklich sinnvollen Filtern zählen der Neutralgraufilter und der Polarisationsfilter. Was die Notwendigkeit von UV- und Skylight-Filter anbelangt, hier gehen die Meinungen sehr auseinander. Mein UV-Filter dient zugegebenermaßen in erster Linie dazu, mein Objektiv vor Staub zu schützen. Zu erwähnen wären da noch graue und farbige Verlaufsfilter um Bildverfremdungen vorzunehmen – aber in Zeiten von Photoshop sind die eher überflüssig. Willkommen im digitalen Zeitalter!
Seit November habe ich meine Spiegelreflexkamera von Canon und muss sagen, ich bereue den Kauf keineswegs. Als absoluter Anfänger wie ich einer bin, konnte ich doch schon das ein oder andere gelungene Foto schießen. Gekauft habe ich die Kamera im Kit mit dem EF-S 18-55 1:3.5-5.6 IS Objektiv. Im Freien bin ich damit logischerweise sehr schnell an seine Grenzen gestoßen aber über die Bildqualität kann ich mich nicht beklagen – Der Profi kennt sicher die Unterschiede und weiß viel besser worauf er kucken muss. An Zubehör sind mittlerweile noch ein Stativ von Cullmann, die Fernbedienung RC5, eine vernünftige Tasche sowie ein paar SDHC Speicherkarten dazugekommen.